angelika-padel.de https://www.angelika-padel.de/blog/ Fri, 05 Jun 2026 08:43:44 +0000 de-DE hourly 1 KI im Lerncoaching - Chance, Risiko oder einfach ein weiteres Tool? https://www.angelika-padel.de/blog/ki-im-lerncoaching-chance-risilo-oder-einfach-ein-weiteres-tool/ https://www.angelika-padel.de/blog/ki-im-lerncoaching-chance-risilo-oder-einfach-ein-weiteres-tool/#comments Fri, 06 Feb 2026 09:25:11 +0000 https://www.angelika-padel.de/blog/ki-im-lerncoaching-chance-risilo-oder-einfach-ein-weiteres-tool/ Weiterlesen

]]>
Warum Lerncoaching im KI-Zeitalter wichtiger ist denn je – mit konkreten Einsatzmöglichkeiten für ChatGPT & Co.

Künstliche Intelligenz ist in Schule und Studium längst angekommen – ob wir wollen oder nicht. Viele Jugendliche nutzen ChatGPT & Co. schon ganz selbstverständlich für Referate, Hausaufgaben oder zum Vokabellernen. 

In diesem Artikel zeige ich, wie KI im Lerncoaching sinnvoll eingesetzt werden kann, wo ihre Grenzen liegen – und warum der menschliche Kontakt dabei unersetzlich bleibt.

Hier der kurze Überblick

  • Was KI im Lernen gut kann – und was nicht.
  • Typische Situationen: Wie KI im Lerncoaching unterstützen kann
  • „Ich nutze ChatGPT – aber lerne ich dabei wirklich?“
  • Prüfungsangst, Blackouts und KI als Trainingsraum
  • Zu Hause ist viel los – wie KI entlasten kann, ohne zu überfordern
  • Ethische Fragen: Wie viel KI tut Lernenden gut?
  • Warum Lerncoaching wichtiger wird – gerade im KI-Zeitalter


Wenn du beim Lesen merkst „Genau ist es bei mir auch“, melde dich gern und wir schauen gemeinsam, wie Lerncoaching mit und ohne KI euch entlasten kann. 

Was KI im Lernen gut kann – und was nicht

KI-Tools können heute schon erstaunlich viel: Sie erklären Fachinhalte in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, erstellen Übungsaufgaben und geben direktes Feedback. Viele Systeme passen Aufgaben automatisch an das Niveau der Lernenden an und schlagen passende nächste Schritte vor. 

Aber: KI sieht keine Mimik, hört keine Zwischentöne und spürt keinen Druck zu Hause oder innere Blockaden wie „Ich bin einfach zu dumm für Mathe“. Genau dort setzt Lerncoaching an – beim Menschen, nicht nur beim Stoff oder der Technik. 

Typische Situationen: Wie KI im Lerncoaching unterstützen kann

1. „Ich nutze ChatGPT – aber lerne ich dabei wirklich?“

Immer häufiger sitzen mir Jugendliche gegenüber, die sagen: „Ich frag einfach kurz die KI, dann hab ich die Lösung.“ Die Herausforderung: KI liefert fertige Antworten – doch Lernen entsteht vor allem, wenn jemand selbst denkt, sortiert, formuliert und überprüft. 

Eigentlich ist es eine moderne Variation von "Ich lerne einfach alles auswendig!" Auch dieser Lernweg führt nur kurzfristig zum Erfolg.

Im Lerncoaching geht es dann zum Beispiel darum:

  • Wie kann KI als **Mitdenk-Partner** genutzt werden statt als Abkürzung zur Lösung? (z.B. Ideen sammeln, unterschiedliche Erklärungen vergleichen, sich Verständnisfragen stellen lassen) 
  • Wie erkenne ich, ob eine KI-Antwort wirklich zu meiner Aufgabe, meinem Lehrplan und meinem Niveau passt? 
  • Wie formuliere ich gute Prompts, damit ich hilfreiche Unterstützung statt nur fertige Ergebnisse bekomme? 

Wenn du das Gefühl hast, dass KI bei euch gerade mehr „Lösungsautomat“ als Lernhilfe ist, lohnt sich ein Gespräch, um das sinnvoll auszubalancieren.

2. Prüfungsangst, Blackouts und KI als Trainingsraum

KI kann kein echtes Prüfungserlebnis ersetzen – aber sie kann eine Art Proberaum schaffen. Lernende können sich z.B. typische Fragen generieren lassen, Antworten üben und direkt Rückmeldung auf Struktur, Vollständigkeit oder Verständlichkeit bekommen. 

Im Lerncoaching nutze ich KI hier vor allem, um:

  • realistische Übungsaufgaben im passenden Schwierigkeitsgrad zu erstellen,
  • Schritt-für-Schritt-Erklärungen zu entwickeln, die der Lernende aktiv nachvollzieht,
  • Prüfungsroutinen zu üben (zuerst Überblick verschaffen, leichte Aufgaben vorziehen, Zeit im Blick behalten). 

Die Arbeit an der inneren Aufregung – Atemtechniken, Umgang mit Blackout-Gedanken, Selbstsicherheit – bleibt aber zutiefst menschlich und braucht einen sicheren, persönlichen Rahmen. 

Wenn dir solche Blackout-Momente bekannt vorkommen, lass uns ins Gespräch kommen und schauen, wie wir KI als Übungstool und Lerncoaching als sicheren Rahmen verbinden können. 

3. Zu Hause ist viel los – wie KI entlasten kann, ohne zu überfordern

In vielen Familien ist der Alltag voll: Termine, Geschwister, wenig ruhige Zeit zum Erklären von Aufgaben. KI-Tools können hier entlasten, etwa indem sie kurze Zusammenfassungen erstellen, Beispielaufgaben liefern oder Texte auf ein altersgerechtes Niveau umschreiben. 

Im Lerncoaching schauen wir dann gemeinsam:

  • Welche konkreten Aufgaben kann KI abnehmen (z.B. Übungsaufgaben generieren), damit zu Hause mehr Raum für Beziehung statt für Streit über Hausaufgaben bleibt? [
  • Wie behalten Eltern den Überblick, ohne alles kontrollieren zu müssen – z.B. durch klare Regeln, wann KI genutzt wird und wann nicht? 
  • Wie können Jugendliche lernen, KI als Unterstützung zu nutzen, ohne Verantwortung für ihr Lernen komplett abzugeben? 

Wenn du dir im Alltag mehr Struktur und weniger Diskussionen rund um Lernen und „Google mal schnell“ wünschst, freue ich mich über deine Nachricht


Ethische Fragen: Wie viel KI tut Lernenden gut?

Sobald KI im Coaching und Lernen ins Spiel kommt, tauchen wichtige Fragen auf: 

  • Wer hat Zugriff auf die Daten? 
  • Wie transparent ist, was mit Eingaben passiert? 
  • Wie vermeiden wir Abhängigkeiten und Verzerrungen in den Systemen? 

Fachverbände und Forschungsprojekte betonen deshalb, wie wichtig klare Regeln, Datenschutz und eine bewusste Rollenverteilung zwischen Mensch und Maschine sind. Für mich ist es selbstverständlich, diese Aspekte immer mit im Blick zu behalten. Auch hier ist und bleibt mein Lerncoaching-Raum ein vertrauensvoller Schutzraum.

Für mich bedeutet das:

  • KI kann Strukturen schaffen, Material liefern und erste Impulse geben.
  • Entscheidungen, Prioritäten und die Begleitung der emotionalen Seite des Lernens bleiben in menschlicher Hand. 
  • Lernende sollen verstehen, wie KI arbeitet und dass sie Ergebnisse immer kritisch prüfen dürfen und sollen. 


Warum Lerncoaching wichtiger wird – gerade im KI-Zeitalter

Je mehr digitale Hilfen zur Verfügung stehen, desto wichtiger wird es, den eigenen Lernprozess wirklich zu verstehen. Lerncoaching hilft Jugendlichen und ihren Familien, Klarheit zu gewinnen: 

  • Was kann ich selbst? 
  • Wo hilft mir KI? 
  • Wo brauche ich echte menschliche Unterstützung – sei es fachlich, emotional oder organisatorisch? 

Wer einmal gelernt hat, mit KI reflexiv und verantwortungsvoll umzugehen, profitiert davon weit über Schule oder Studium hinaus – in Ausbildung, Beruf und lebenslangem Lernen. 

Wenn du spürst, dass KI bei euch mehr Fragen aufwirft als beantwortet, könnte genau hier ein guter Startpunkt für Lerncoaching sein. Melde dich gern, wenn du diesen ersten Schritt mit mir gehen möchtest. 



]]>
https://www.angelika-padel.de/blog/ki-im-lerncoaching-chance-risilo-oder-einfach-ein-weiteres-tool/feed/ 0 https://www.angelika-padel.de/favicon.ico https://www.angelika-padel.de/favicon.ico
Lerncoaching - Viel mehr als "Lernen lernen"! https://www.angelika-padel.de/blog/lerncoaching-das-ist-doch-nur-lernen-lernen/ https://www.angelika-padel.de/blog/lerncoaching-das-ist-doch-nur-lernen-lernen/#comments Thu, 05 Feb 2026 18:04:22 +0000 https://www.angelika-padel.de/blog/lerncoaching-das-ist-doch-nur-lernen-lernen/ Weiterlesen

]]>
„Lerncoaching? Das ist doch einfach nur Lernen lernen!“ – 

Es passiert mir immer wieder, dass Menschen mit meiner Arbeit nichts anfangen können. Auch Menschen, die sich mit Coaching beschäftigen.

  • „Das ist doch so was Ähnliches wie Nachhilfe!“
  • „Man lernt halt, wie man lernt!“
  • „Braucht doch keiner! Man muss einfach nur auswendig lernen und alles ganz oft wiederholen!“

Dann frag ich mal so:

Wie ist das bei einem Businesscoach für Führungskräfte?

Ein Businesscoach für Führungskräfte begleitet Führungspersönlichkeiten dabei, ihre Rolle wirksam auszufüllen, Klarheit in Entscheidungen zu gewinnen, persönliche Stärken gezielt einzusetzen und nachhaltige Führungs- und Handlungskompetenzen zu entwickeln.

So zumindest mein Verständnis.

Noch ein Beispiel aus Sport und Musik gefällig?

Ein Fußballtrainer sorgt z.B. für Kondition, bestimmte Techniken, die Mannschaftsaufstellung.

Der Musiklehrer zeigt z.B., wie die Finger auf der Geige richtig sitzen, wie der Bogen einen guten Ton erzeugt, wie die Finger über die Saiten flitzen.

Dann gibt es noch den Sport- oder Musikcoach, der dafür sorgt, dass z.B. im wichtigen Punktespiel alles läuft, dass bei einem Konzert die Aufregung in der Umkleide bleibt – einfach die Leistung auf dem Punkt abgeliefert wird.

Einverstanden?

Wie ist es dann also mit Lerncoaching? Wieso ist Lerncoaching nicht das Gleiche wie Nachhilfe?

Was Lerncoaching von Nachhilfe unterscheidet

Denk nochmal an den Businesscoach für Führungskräfte. Der erklärt dir nicht jede einzelne Excel-Funktion, sondern begleitet dich dabei, deine Rolle zu klären, Entscheidungen zu treffen und deine Stärken wirksam einzusetzen und auch so dein Team besser zu führen.

Ähnlich ist es im Lerncoaching:

  • Nachhilfe arbeitet vor allem am Fachstoff (Bruchrechnung, Grammatik, Formeln).
  • Lerncoaching arbeitet am Weg zum Lernen: Motivation, Lernorganisation, Umgang mit Stress, passende Strategien.

Beides kann sich sinnvoll ergänzen – aber es ist nicht dasselbe. 

Vielleicht helfen dir auch ein paar konkrete Situationen, damit du noch besser verstehst, wie ich als Lerncoach arbeite.


Beispiel 1: „Ich lerne viel – aber die Noten bleiben schlecht.“

Eine sehr häufige Situation: Es wird viel Zeit investiert, Hausaufgaben werden gemacht, Lernzettel geschrieben, vielleicht sogar zusätzliche Materialien bearbeitet – und trotzdem bleiben die Noten hinter den Erwartungen zurück. Das sorgt für Frust, Enttäuschung und oft auch für Diskussionen zu Hause.

Im Lerncoaching schauen wir genauer hin: 

  • Wie wird gelernt? 
  • Welche Methoden werden genutzt – eher passiv (lesen, unterstreichen) oder aktiv (erklären, anwenden, üben in verschiedenen Formen)? 
  • Passen die Lernstrategien zu den Fächern und zu der Art, wie später geprüft wird? 

So entsteht ein individueller Lernweg, der weniger anstrengend ins Leere läuft, sondern Schritt für Schritt zu sichtbaren Ergebnissen führt. 

Wenn du glaubst, dass „eigentlich genug gelernt wird“ und trotzdem die Ergebnisse fehlen, lohnt sich ein Gespräch mit mir, um herauszufinden, ob Lerncoaching der fehlende Baustein sein könnte.


Beispiel 2: „Ich weiß alles – aber in der Arbeit ist mein Kopf leer“

Hier geht es nicht darum, dass jemand zu wenig gemacht oder zu wenig verstanden hat. Vielmehr zeigt sich das Problem erst in der Prüfungssituation: Herzrasen, innere Unruhe, das Gefühl, nichts mehr abrufen zu können, obwohl der Stoff eigentlich sitzt.

Im Lerncoaching arbeiten wir daran, diese Momente zu entschärfen. 

  • mit Strategien gegen Prüfungsangst, 
  • mit einem hilfreichen inneren Dialog 
  • mit einem klaren Plan für den Start in eine Klassenarbeit oder Klausur. 

Ziel ist, dass Wissen auch dann zur Verfügung steht, wenn der Druck hoch ist – und nicht am Prüfungstag „verschwindet“.

Bist du so jemand, der vor jeder Prüfung am liebsten schreiend weglaufen würde? Findest du das anstrengend und würdest das gerne ändern? Finde in einem Gespräch mit mir heraus, wie das für dich gehen kann.


Beispiel 3: „Zu Hause ist einfach zu viel los“

Manchmal liegt die Herausforderung weniger im Inhalt oder im eigenen Können, sondern in den Rahmenbedingungen: Es ist laut, es gibt viele Ablenkungen. Es fehlt ein fester Lernort oder klare Zeiten. Lernen findet irgendwo „dazwischen“ statt – zwischen Terminen, Geräuschen und Erwartungen.

Im Lerncoaching schauen wir gemeinsam auf die Umgebung: 

  • Welche Ruheinseln sind realistisch möglich? 
  • Welche Zeiten eignen sich für konzentriertes Arbeiten? 
  • Welche Absprachen mit der Familie können helfen, Lernphasen zu schützen? 

Schon kleine Veränderungen in Struktur und Umfeld können spürbar mehr Ruhe, Konzentration und Verlässlichkeit ins Lernen bringen.

Das klingt gut für dich, du bist dir trotzdem unsicher, wie du das umsetzen sollst? In einem Gespräch mit mir findest du heraus, ob ich dich bei der Veränderung unterstützen kann.

Warum sich Lerncoaching also lohnt:

Lerncoaching setzt dort an, wo „mehr vom Gleichen“ – also noch mehr lernen, noch mehr wiederholen – nicht weiterhilft. Es macht Muster und Blockaden sichtbar, stärkt die Eigenverantwortung und eröffnet neue, passendere Wege zu lernen. Diese Veränderungen wirken nicht nur in einer Klassenarbeit, sondern langfristig auf Schule, Studium und lebenslanges Lernen.

Ich bin Lerncoach aus Leidenschaft und begleite junge Menschen und ihre Familien dabei, wieder Vertrauen, Leichtigkeit und Freude ins Lernen zu bringen. Wenn Lernen sich gerade eher schwer und belastend anfühlt, kann Lerncoaching eine wirksame Unterstützung auf dem Weg zu mehr Klarheit und Sicherheit sein.

Vereinbare gerne ein erstes Gespräch mit mir, unverbindlich und kostenfrei


]]>
https://www.angelika-padel.de/blog/lerncoaching-das-ist-doch-nur-lernen-lernen/feed/ 0 https://www.angelika-padel.de/favicon.ico https://www.angelika-padel.de/favicon.ico
Teil 3: Beim Lernen kommt es auf die Einrichtung an https://www.angelika-padel.de/blog/beim-lernen-kommt-es-auf-die-einrichtung-an/ https://www.angelika-padel.de/blog/beim-lernen-kommt-es-auf-die-einrichtung-an/#comments Fri, 07 Nov 2025 13:21:00 +0000 https://www.angelika-padel.de/blog/beim-lernen-kommt-es-auf-die-einrichtung-an/ Weiterlesen

]]>
Verortung

Viele Lernende haben ihren Lieblingsplatz beim Lernen: Der eigene Schreibtisch, der Küchentisch oder sogar liegend auf dem Teppich. Wer weiß, wo das Lernen am besten klappt, hat schon viel gewonnen.

Warum dieser Ort eine so zentrale Rolle spielt, erkläre ich an anderer Stelle.

Heute schauen wir eher auf Möbel, Pflanzen, Tische, ein Bild an der Wand, ein Regal, der Teppich oder auch ein gemütlicher Sessel.

Möbel? Was ist der Grund?

Lernstoff wird oft in Stichworten oder Stichsätzen zusammengefasst, die dann gerne im wahrsten Sinne des Wortes wie eine Loseblattsammlung durch das Zimmer fliegen. Das macht es schwer, den Lernstoff nachhaltig zu lernen. Oder die Reihenfolge fliegt einem immer wieder um die Ohren, z.B. wenn ich mir merken möchte, wie eine Erörterung denn nun aufgebaut und geschrieben werden soll.

Bei der Loci-Methode verbinde ich meinen Lernstoff mit festen Punkten an einem vertrauten Ort.

Bevor ich damit starte, ist ein Teil der Vorbereitung eine gedankliche Reise durch eine Reise durch ein Zimmer am eigenen Wohnort. Dort lege ich feste Routenpunkte fest, und zwar im Uhrzeigersinn: Da ist z.B. das Bett, dahinter steht der Tisch, dann folgt das Poster des Lieblingssängers an der Wand, die Pflanze … bis ich mir als 10.Punkt schließlich das Regal rechts von der Tür als Routenpunkt merke.

Wenn ich mich gedanklich in die Tür stelle, habe ich meist den gesamten Raum vor Augen. Oder ich bin mit dem Raum so vertraut, dass ich genau weiß, was sich wo befindet. Ich entscheide, ob ich links- oder rechtsherum durch den Raum gehe und lege bei dieser Reise Fixpunkte fest.

Was mache ich dann mit diesem Routenpunkten?

Ich verbinde die Routenpunkte mit meinem Lernstoff. Da steht dann auf dem Klavier der Einleitungssatz, auf dem Notenblatt sehe ich die Reihenfolge des ersten Satzes. Das Blatt ist bunt und fängt schon an zu singen, wenn ich mir das Blatt angucke. Der Sänger ist – mein Lieblingssänger.

Auf dem Bett liegt der Beginn des Hauptteils, die These, um jetzt hier bei meinem Beispiel zu bleiben. Vielleicht liegt diese These auf dem Bett, ist rot und fett und blinkt auffällig. Dann merke ich mir mit einem bestimmten Poster an der Wand, was als nächstes folgt. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die abstrakte Information mit etwas Konkretem verbunden wird. Auf dem Schreibtisch liegt dann vielleicht der Überleitungssatz.

Schritt für Schritt durch's eigene Zimmer

Schritt für Schritt verbinde ich also das, was ich mir so schwer merken kann mit einem der Orte in meinem Zimmer: In einer bestimmten Reihenfolge und mit einer Verbindung, die für mich bedeutsam ist und die für mich den Lernstoff weniger abstrakt macht.

Ich bleibe dabei auf Blickhöhe, das heißte alle Routenpunkte sind gut sichtbar für mich.

Beim Lernen hilft es, den jeweiligen Ort anzuschauen, laut mit sich zu sprechen und die Verbindung so zu festigen. Fest sollten auch die Orte sein, das gibt zusätzliche Sicherheit.

Und wie beim Lernen immer, sollte natürlich auch eine Wiederholung erfolgen: Im Raum selbst, in Gedanken vor der Tür, d.h. vor dem inneren Auge.

Und muss es immer das eigene Zimmer sein?

Für Leonie in meinem Lerncoaching wurde schnell klar, dass diese Verortung weniger ideal für sie war. Sie lernt gerne an anderen Orten, daher fällt es ihr schwer, ihr eigenes Zimmer gedanklich mitzunehmen. Sie entschied sie daher, ihre Lernpakete an ihren Körper zu heften.

Lernpakete am Körper: Immer dabei

Das Prinzip bleibt das Gleiche: Ich lege feste Punkte fest, von den Füßen bis hin zum Kopf. Und dann klebte sie die Zettel an ihre Körpterteile:

Die Einleitung schob sie wie eine Einlage in einen Schuh an ihrem Fuß, ans Knie kam die Hypothese, die so hervorstach wie die Kniescheibe, es ging weiter über die Oberschenkel, den Po, den Bauch, die Schultern, das Gesicht bis hin zu den Haaren: Die waren sozusagen die Krönung, schön frisiert wie der überzeugende Schlusssatz am Ende einer Erörterung.

Es darf ruhig etwas Zeit in Anspruch nehmen, die Zettel an den Körper zu heften, die Verbindung zu schaffen. Wenn das dann noch mit einer Bewegung verbunden wird, indem ich beim Verbinden das entsprechende Körperteil berühre, stärkt den Lerneffekt noch einmal mehr.

Was ist der Vorteil, wenn ich an meinem Körper eine Route festlege?

Der Vorteil, wenn ich die Zettel an meinen Körper hefte: Die Lernpäckchen sind immer bei mir. Das war für Leonie tatsächlich auch wichtig. So konnte sie in der Deutscharbeit beruhigt durch ihren Körper gehen und sich beim Schreiben der Erörterung ganz auf den Inhalt konzentrieren, weil die Struktur felsenfest mit ihrem Körper verankert war.

Diese und andere Lernstrategien lernst du in meinem Lerncoaching kennen.

Es geht immer darum, die Lernstrategie für dich anzupassen, sodass sie für dich passt.

Schreib mir gerne, wenn du mehr darüber erfahren willst oder buche dir hier einen Termin für ein kostenloses Kennnenlerngespräch.


]]>
https://www.angelika-padel.de/blog/beim-lernen-kommt-es-auf-die-einrichtung-an/feed/ 0 https://www.angelika-padel.de/favicon.ico https://www.angelika-padel.de/favicon.ico
Teil 2 🧠 Gehirngerechtes Lesen macht Klausurtexte handlebar 📖📝 https://www.angelika-padel.de/blog/gehirngerechtes-lesen-in-klausuren/ https://www.angelika-padel.de/blog/gehirngerechtes-lesen-in-klausuren/#comments Thu, 23 Oct 2025 18:41:00 +0000 https://www.angelika-padel.de/blog/gehirngerechtes-lesen-in-klausuren/ Weiterlesen

]]>

📝 Es sind zwar nur die Langzeitklausuren des Probeabiturs, die bald wieder ins Haus stehen. Dennoch empfiehlt es sich auch hier, gut und strukturiert an die unbekannten Texte heranzugehen.

Doch warum ist das so?

🗞️ Jeder Zeitungstext erzählt eigentlich schon davon, was das Gehirn braucht, um sich gut auf einen Text einzulassen.

Da ist die Überschrift, der einleitende Text. Dann gibt es Absätze, Zwischenüberschriften, die Gedanken aus den danach folgenden Abschnitten aufgreifen. Auch eine Blogartikel funktioniert ganz ähnlich: Headline, Eyecatcher, große Abstände, eine überschaubare Länge. Dazu vielleicht noch eine kurze Inhaltsübersicht, falls der Blogartikel etwas länger ausfallen sollte.

An all dem bleibt das Gehirn hängen wie an Pfeilern.

Und doch braucht es noch etwas Anderes, wenn ich mir einen Text erschließen und Wissen daraus ziehen soll – sodass ich im Zweifelsfall das Wissen verwenden kann, um eine gute Abiturklausur zu schreiben.

Was kommt jetzt noch dazu?

🕸️ Ich werfe erst einmal ein Netz aus.

Ein Netz? Ja genau.

Ich fliege über den Text und markiere im Zickzack Begriffe, die mir relevant erscheinen.

So formatiere ich quasi mein Gehirn.

Es weiß was kommt.

Verknoten!?

🔗 Ja, ich ziehe Verbindungen, verdichte mein Fragennetz, entscheide schon über Wichtiges und Unwichtiges.

  • Was weiß ich (schon) über das Thema?
  • Welchen Zusammenhang kann ich zwischen den Begriffen erkennen?
  • Woran erinnert mich die Überschrift oder die Einleitung?

Und so spannt sich jetzt ein Netz über den Text, die farbig markierten Begriffe sind die Pfeiler, die das Netz halten.

Und dann? Wie bekomme ich das Wissen jetzt in mein Gehirn?

Diese Pfeiler bekommen jetzt einen Platz auf einem großen Notizzettel. Nicht unbedingt in klassischer Ordnung von oben nach unten, sondern auch mal quer, im Uhrzeigersinn oder ganz kreativ. Dabei behalte ich die Farben bei, mit denen ich die Begriffe markiert habe.

🔎 Nun lese ich genau – und unterstreiche nur 10% des Textes. Nochmal einzelne Begriffe oder auch mal eine wichtige Wortgruppe. Nicht mehr! Auf keinen Fall!

✅Dann der Sinn-Check.

  • Kann ich mit den Markierungen etwas anfangen?
  • Fehlt noch was?
  • Bleibt etwas rätselhaft?

🎨 Dann erstelle ich mir eine Übersicht, Struktur auf meinem Notizblatt. Ergänze die Überschriften, ziehe Verbindungen, verwende Farben, füge Symbole oder Bilder hinzu.

Den Anspruch, dass jede Zusammenfassung gleich aussehen sollte, habe ich schon lang über Bord geworfen. Denn je merk-würdiger etwas ist, desto besser. Das liebt das Gehirn!

Mit etwas Übung gelingt es, allein mit dem Notizzettel weiterzuarbeiten und das Wissen zu vertiefen.

Du glaubst, das dauert zu lange? 
Die Zeit hat man unter Klausurbedingungen nicht?

⏳ Die Zeit, die du dir nimmst und deinem Gehirn gibst, dich auf den Text einzulassen, zahlt sich doppelt und dreifach aus. Denn du liest fokussierter, konzentrierter und mit Blick auf das Wesentliche.

So funktionert gehirngerechtes Lesen.

Im Lerncoaching lernst du auch das: Einen Schlüssel für schwierige, lange, komplexe Texte zu finden und so mehr Prüfungskompetenz zu erlangen.

Kontaktiere mich gern, für dein Lesetraining im Lerncoaching.

info@angelika-padel.de

]]>
https://www.angelika-padel.de/blog/gehirngerechtes-lesen-in-klausuren/feed/ 0 https://www.angelika-padel.de/favicon.ico https://www.angelika-padel.de/favicon.ico
Teil 1 von 7 kreativen Lernstrategien: Lernen mit der ABC-Liste 🔠 https://www.angelika-padel.de/blog/lernen-mit-der-abc-liste/ https://www.angelika-padel.de/blog/lernen-mit-der-abc-liste/#comments Thu, 16 Oct 2025 16:45:00 +0000 https://www.angelika-padel.de/blog/lernen-mit-der-abc-liste/ Weiterlesen

]]>

Am Wochenende habe ich mal wieder ein paar ABC-Listen für mich erstellt und dabei gemerkt, wie kraftvoll dieses Tool ist. Es ist kreativ, es bringt Struktur, es fördert vernetztes Denken. Und es lässt sich für viele verschiedene Momente beim Lernen, in Schule, Uni oder für eine Gedankensammlung verwenden.

Doch nun mit Struktur.

Was ist eine ABC Liste?

Wie nützt mir eine ABC Liste beim Lernen?

Wo kommt die Idee her?

Warum sollte ich meine ABC-Listen aufbewahren?

Was sind ähnliche Lernstrategien?


Starten wir also mit der Frage: Was ist eine ABC-Liste?

Die ABC Liste. Das ist schlicht und einfach eine Liste. Oft findet man auch den Vergleich mit dem Spiel Stadt-Land-Fluss. Nur mit einem Thema, dafür mit allen Buchstaben von A bis Z – und je nach Thema füllt sich diese Liste mehr oder weniger schnell. Die Regeln für diese Liste sind kreativ. Ich finde es sinnvoll, mir einen Timer zu stellen und innerhalb von 3 Minuten versuchen, so viele Begriffe wie möglich zu Papier zu bringen. Dabei kann das Ausfüllen bunt durcheinander erfolgen.

Ich beginne immer erst damit, das ABC einmal von oben nach unten auf ein Blatt Papier zu schreiben. Quer oder hochkant, das ist egal. Ich nutze hier gerne Zettel und Stift, da bin ich flexibler.

signal 2025 10 16 162854

Wie zu sehen ist, steht hinter jedem Buchstaben nur ein Wort, maximal zwei.

Und das ist tatsächlich eine der Regeln, die immer bleibt. Für mich. Andere versuchen so viele Begriffe wie möglich hinter einen Buchstaben zu schreiben.

Oben auf das Blatt habe ich das Thema geschrieben, Lernen, dahinter das Datum. So gelingt mir immer eine eindeutige Zuordnung der ABC-Liste.

Neben dem positiven Zeitstress, der mich gleich ins Tun bringt, habe ich immer wieder die Situation, dass mir ein Wort einfällt, der entsprechende Anfangsbuchstabe aber schon besetzt ist. So wollte ich für B das Wort Bewegen notieren. Da stand nun schon Bunte Bilder – also wurde aus der Bewegung „Hund spazierenführen“.

Es ist total normal, dass auch mal Buchstaben frei bleiben beim ersten Durchgang. Das ändert sich mit der Zeit. Und da sind wir schon mitten bei der nächsten Frage:

Wie nützt mir eine ABC Liste beim Lernen?

Der Einsatz ist sehr vielfältig, ich greife hier einmal ein paar Beispiele heraus.

Zu Beginn einer Lerneinheit kann ich so z.B. mein Wissen aktivieren. Im Laufe der Zeit kann ich die ABC Liste mit meinem Wissen dann ergänzen. Gerne mit einem andersfarbigen Stift. So wird die Entwicklung noch augenfälliger.

Ich kann mir Kategorien deutlich machen: In meinem Beispiel finden sich z.B. Anspielungen auf Lernstrategien: Chunken, Auswendiglernen, Versuche machen, Wiederholen. Außerdem Rahmenbedingungen für gutes Lernen: Natur, O2 – Sauerstoff, Zehenwackeln, Yoga zum Entspannen, Durst löschen.

Ich kann auch festlegen, wenn ich nun eine ABC-Liste zu einem Lernthema habe, welches Thema ich schon gut kann, mit welchem ich mit dem Lernen beginnen möchte oder welches Thema ich noch einmal wiederholen möchte.

Und natürlich kann ich mir Fragen zu meiner Begriffssammlung stellen: Welche Begriffe gehören für mich zusammen? Wie kann ich den Begriff Chunken erklären? Wann bekomme ich Panik beim Lernen und wie werde ich strukturiert?

Oder ich mache jeden Tag eine Liste und trage dann nach einer oder zwei Wochen alles zusammen. Die Liste vom Donnerstag zeigt Wiederholungen und auch ganz andere Aspekte.

Zusammen mit einem Lernpartner ergibt sich folgende Idee: Beide füllen eine ABC-Liste zum gleichen Thema. Dann werden z.B. die Listen getauscht und jede versucht, 3-5 Begriffe der anderen zu erklären. Oder wenn die Liste noch nicht vollständig gefüllt ist, ergänzen beide im Gespräch für sich Begriffe. Wichtig ist, dass nur Begriffe auf meiner Liste landen, die ich erklären kann. So vernetzt sich alles besser in meinem Gehirn und ich kann es besser abrufen, wenn ich es brauche.

Der Phantasie und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Wo kommt die Idee nun her?

Vera Birkenbiehl hat sich so einige einfache Methoden erdacht, um sich kreativ und intelligent Wissen zu erschließen, zu erweitern und zu analysieren. Dabei war ihr stehts wichtig all das miteinander zu kombinieren. Dabei war sie ihrer Zeit oft weit voraus, deshalb wirken Ihre Ideen, Vorträge und Ansätze noch immer nach, auch wenn sie selbst schon vor längerer Zeit gestorben ist.

Warum sollte ich meine ABC-Listen nun aufbewahren?

Jede ABC-Liste ist eine Momentaufnahme und auch ein wertvoller Wissensschatz. Denn je nach Laune und Umständen fallen mir unterschiedliche Dinge zu ein und demselben Thema ein. Wenn ich meine Listen dann sammle und vergleiche, werde ich merken, welche Begriffe sich wiederholen, zu welchen ich nichts mehr sagen kann oder dass sich die Begriffe von verschiedenen Listen ergänzen. Und mit jeder Wiederholung merkt mein Gehirn: Das Thema ist wichtig! Nach ein oder zwei Wochen kann ich dann meine Listen zusammentragen und werde feststellen, wie sich mein Wissen erweitert hat.

Meine Listen am Wochenende, die ich nach 3 Ausstellungsbesuchen machte, zeigten mir z.B., dass ich mir viel über die Bilder, die Art der Bilder und die Materialien oder die Techniken gemerkt hatte, aber kaum Namen der Künstler. So konnte ich das noch einmal nachholen, weil es mir wichtig war. Welche Technik ich dazu verwendete, dazu schreibe ich im nächsten Blogartikel.

Und wenn ich mir in der Oberstufe z.B. Themen nach einem längeren Zeitraum wieder vornehme, um mich auf die Abiturprüfungen vorzubereiten, sind meine ABC-Listen ein guter Ausgangspunkt.

Was sind ähnliche Lernstrategien?

Es mag sein, dass der Umgang mit der ABC-Liste erst einmal verwirrend ist. Und ungewohnt. Wirklich strenge Regeln gibt es nicht. Außer der: Kreativ sein, Wiederholen, Wissen erweitern. Und da der Einsatz so vielfältig ist – vom Erschließen eines Inhalts über die Vorbereitung eines Vortrags bis hin zum Lösen eines Problems – gibt es auch dementsprechend viele Lernstrategien, die ich alternativ anwenden kann.

Wer eine Gedankensammlung lieber auf andere Art mag, der besinnt sich auf ein klassisches Mindmap. Ich kann natürlich auch Karteikarten schreiben oder mir erstellen lassen oder zu einem Thema ein Graf-iz anlegen.

Vielleicht gibt es jetzt auch jemanden der einwendet: Mit einer KI geht das doch alles viel einfacher und da ist jede Liste dann gleich gefüllt und jede ist anders. Das mag sein. Der große Unterschied ist: Du hast dir das Thema nicht selbst erschlossen, dein Wissen aktiviert, vernetzt und im Gehirn gefestigt. Eine Maschine zu fragen und dann alles womöglich auswendig zu lernen ist viel mühsamer.

Und nun bist du dran!

Nimm Dir ein Thema deiner Wahl. Eines, was du dir schon lange Mal erschließen wolltest, und starte jetzt gleich mit deiner ersten ABC-Liste. Zettel und Stift reicht. Und dann beobachte, was die nächsten ein bis zwei Wochen passiert.

Los geht's!

Lass mich gerne an deinen ABC-Listen teilhaben!


]]>
https://www.angelika-padel.de/blog/lernen-mit-der-abc-liste/feed/ 0 https://www.angelika-padel.de/favicon.ico https://www.angelika-padel.de/favicon.ico
Walk and Talk im Lerncoaching https://www.angelika-padel.de/blog/walk-and-talk/ https://www.angelika-padel.de/blog/walk-and-talk/#comments Wed, 25 Sep 2024 12:30:00 +0000 https://www.angelika-padel.de/blog/walk-and-talk/ Weiterlesen

]]>
Walk and Talk

💡 Ich habe schon oft festgestellt, dass ich Ideen oder Impulse von anderen Menschen sofort umsetzen kann - so als hätte der nächste Tag einfach immer genau die Gelegenheit dazu.

🚶‍♀️ So erging es mir vor ein paar Wochen: Luisa, so soll sie hier heißen, kam das erste mal zu mir ins Lerncoaching. Das Wetter war gut und so fragte ich sie intuitiv, ob wir ein Stück gehen sollten. Die Idee stieß sofort auf Zustimmung - und so ich landete in meinem ersten Walk and Talk.

Es war eine sehr konzentrierte und doch entspannte Atmosphäre, ich konnte mich unglaublich gut auf meine Coachee einstellen und sie war locker in dem, was sie erzählte.

📵 Ein schöner Nebeneffekt: Wir hatten zufällig beide keine Handys dabei.

📅 Ich erfuhr in diesem Gespräch nicht nur viel über meine Coachee, die mit ihren Thema Lernorganisation zu mir kam. Ich erfuhr auch viel über mich und meinen Coachingprozess.

🤸‍♀️ Der Impuls, das Lerncoaching in Bewegung zu machen, war schon der erste Schritt auf meine Coachee zu. So stellte ich mich auf sie ein und gab ihrem Bedürfnis nach Bewegung Raum.

📝 Ich mache mir normalerweise bei einem Gespräch gerne Notizen als Gedankenstütze. In einem kurzen Panikmoment fragte ich mich, wie ich nun im Walk und Talk meine Gedanken stütze. Ich erfuhr, dass dieser Walk and Talk mich sehr fokussiert und ich ganz bei meinem Coachee bin, dass die Notizen gar nicht mehr nötig waren.

🎯 So führte ich meine Coachee gut durch den gedanklichen Prozess. Wir machten eine Bestandsaufnahme, guckten auf das Ziel. Ich hörte zu, fragt nach, Luisa war entspannt und offen. Gemeinsam gelang es uns, dass Luisa für sich Ideen entwickelte, die sie für sich umsetzen wollte.

✅ Abschließend gab es noch den Future Pace: Die konkreten ersten Schritte, die Luisa umsetzen wollte. Und einen zweiten Termin.

🕰️ Eine Woche später setzte ich mit Luisa unser Lerncoaching fort. Dieses Mal ging es um die Vorstellung von Zeit. Es war faszinierend zu beobachten, wie meine Coachee die kleine Seitenstraße entlangblickte und die vor ihr liegende Woche in den Blick nahm. Sie fand es anfangs zwar seltsam, dass ich sie immer wieder aufforderte, an bestimmten Zeit-Punkten stehen zu bleiben. Dann ließ sie sich komplett darauf ein. Wir gingen gemeinsam die Straße entlang, blieben stehen, Luisa fühlte in sich hinein.

🔎 Und dann passierte etwas Großartiges und ich lernte wieder viel über mich und mein Coaching: Luisa sagte, sie hätte an alles gedacht und nun würde die Woche machbar sein. Ich forderte sie auf, langsam weiterzugehen und dabei an die vor ihr liegenden Ereignisse zu denken. Nach ein paar Schritten stockte sie, merkte, dass sie etwas Entscheidendes vergessen hatte. Wir gingen zurück, sie besserte nach, machte noch einmal die gedankliche Reise auf der Straße – und dann passte es.

⁉️ Und was habe ich gemacht: Ich war an ihrer Seite, habe mit meiner Ruhe den Prozess begleitet, habe Zuversicht ausgestrahlt, dass Luisa das Richtige für sich finden würde. Und so Luisa und ihren Lernprozess ein gutes Stück vorangebracht.

Dann kamen die Sommerferien und als ich Luisa dann wiedertraf, strahlte sie und erzählte mir, dass sie auf einem guten Weg sei und für sich jetzt eine gute Lernorganisation gefunden hätte.

🎁 Wie wundervoll!


Melde dich, wenn du Lust auf einen Walk and Talk mit mir hast.

info@angelika-padel.de


]]>
https://www.angelika-padel.de/blog/walk-and-talk/feed/ 0 https://www.angelika-padel.de/favicon.ico https://www.angelika-padel.de/favicon.ico
SMARTE Ziele sind out! https://www.angelika-padel.de/blog/smarte-ziele/ https://www.angelika-padel.de/blog/smarte-ziele/#comments Sun, 21 May 2023 15:00:00 +0000 https://www.angelika-padel.de/blog/smarte-ziele/ Weiterlesen

]]>
Es heißt immer: SMART sollte ein Ziel sein. Das ist der Garant dafür, dass ich ein Ziel erreichen kann. Ich muss es eben nur so formulieren: Spezifisch, machbar, attraktiv, realistisch und terminiert.

Klar. Ganz einfach.

„Ich will diese Woche alles lernen!"

Naja. Wenig konkret, ziemlich unspezifisch und schwammig terminiert.

So planen wir aber oft. Und wundern uns, dass so manches nicht funktioniert.

Also:

 „Ich will viel schaffen bis zum 3.Oktober und mich nicht verzetteln.“

Schon besser.

Unser Gehirn kann mit dem Wort "nicht" schlecht umgehen. Also formuliere lieber, was du möchtest.

"Ich möchte bis zum 3.Oktober 10 Matheaufgaben in Stochastik wiederholen."

Und wieso fängtst du dann trotzdem nicht an? Was steht dir da noch im Weg?

Probiere es mal mit einem wohlgeformten Ziel.

Und so kommst du da hin.

Stell dir dein Ziel vor. Und zwar mit allen Sinnen. Versetz dich an den Tag, an dem du fertig bist. Also dem 33.Oktober und lebe den Tag einmal durch. Mit Bildern, Musik, Düften, Gefühlen, Geschmack.

Du sitzt abends an deinem Schreibtisch und hast gerade die letzte Aufgabe erfolgreich durchgerechent. Du guckst auf deine Notizen, deine Rechnungen und lächelst. Du denkst daran, wie konzentriert du warst, wie schnell du doch vorangekommen bist. Wie du dir die Aufgaben eingeteilt hast. Du siehst duch das Fenster in die Baumkronen und freust dich an den Sonnenstrahlen, die noch am Himmel glitzern. Du kannst im ganzen Körper fühlen, wie entspannt du bist. Wie glücklich. Ganz automatisch richtest du dich ein bisschen auf.

Mit diesem Bild vor Augen formulierst du also dein Ziel positiv. Nicht als Vergleich. Konkret. Machbar. Und achte darauf, dass du alle Störfaktoren aus dem Weg räumst. Dazu gleich noch mehr.

Als Coach schaue ich immer, dass etwas sinnlich erfahrbar ist oder wird. Mein Coachee schafft sich also ein Zielbild, das ich sehen, fühlen, hören und eventuell sogar riechen und schmecken kann.

Warum ist ein solches Zielbild wichtig?

All unser Verhalten wird von Prozessen in unserem Inneren gesteuert. Und unsere Wahrnehmung wird durch das Nervensystem und durch die Sinne gefiltert.

Wenn ich also herausfinde, wie ich die Welt wahrnehme, was für mich wichtig ist, kann ich ein Ziel noch attraktiver für mich machen kann. Dann hilft es, das Ziel zu erreichen. Dann ist Ziel für mich wohlgeformt und passt zu mir.

Dann hat das Ziel Power.

Angenommen, ich bin ein Mensch, der die Welt immer als bunten Comicfilm wahrnimmt. Ein extremes Beispiel. Aber das kann es durchaus geben.

Wenn ich mir nun meinen Zieltag, den 3.Oktober also bunten Comicfilm vorstelle, mit mir als Heldin oder Held. Vielleicht mit der Stimme meines Lieblingshelden. Mit einer entsprechenden passenden Melodie. Dann erhöht das meine Motivation.

Dann bleiben noch zwei wichtige Punkte. Der Öko Check und der Future Pace.

Hier geht es um die Störfaktoren. Mit dem Öko Check prüfe ich, ob das Ziel wirklich für mich passt. Oder ob es vielleicht Menschen gibt, die meinem Ziel im Wege stehen. Oder ob das Ziel vielleicht meine Werte ignoriert. Oder mich demotiviert. Oder meinen Überzeugungen zuwiderläuft.

  • Gibt es vielleicht Geschwister, die mich immer wieder in meinem Lernen stören? 
  • Und brauche ich vielleicht eine Strategie, damit umzugehen?
  • Wie komme ich in einen Zustand, in dem ich gut lerne?
  • Wie schaffe ich, für mich einen guten Zeitplan zu entwickeln?

An diesen Dingen kannst du arbeiten.

Mit dem Future Pace, deinem erster Schritt ist auf dem Weg zu deinem Ziel, bestimmst du für dich möglichst konkret, wann der erste Schritt stattfinden wird und woran du merken wirst, dass du auf deinem Weg zu deinem Ziel bin. Und zwar in machbaren Schritten, die dich nicht überfordern.

"Heute ist der 25.September. Ich plane jetzt wochenweise, und dann für jeden Tag 3 Aufgaben. Mein erster Schritt, gleich heute Abend noch, ist die Aufstellung der Übersicht."

So gehst du auf dem Weg zu deinem Ziel. In deinem Tempo. Mit dem, was du auf dem Weg brauchst.


Es lohnt sich, Zeit und Ruhe darin zu investieren, ein Ziel wohlgeformt zu verfassen: Positiv, machbar, ohne Störfaktoren und konkret. Mit einem motivierenden Zielbild.

Und es lohnt sich auch, mit jemandem zusammen so ein Ziel zu erarbeiten mithilfe von gezielten Fragen. Und mit Ruhe und Zeit.

Melde dich also, wenn du erfahren und lernen möchtest, an deinen wohlgeformten Lernzielen zu arbeiten.

Ich unterstütze dich gerne dabei!

info@angelika-padel.de

]]>
https://www.angelika-padel.de/blog/smarte-ziele/feed/ 0 https://www.angelika-padel.de/favicon.ico https://www.angelika-padel.de/favicon.ico